Auktion 290: Freundschaften - Amitiés Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 11.9.2026
20 Alberto Giacometti Borgonovo 1901–1966 Chur Lampe modèle «flambeau», petit modèle Um 1934, Entwurf, Anfang 1960er-Jahre, Guss. Bronze. 44,4 cm, Höhe. Am Fuss mit gestanztemMonogramm «AG» und der Nummer «04». Sehr schöner, tadelloser Guss mit dunkelbrauner, stellenweise leicht grünlicher Patina undminimenGebrauchsspuren, elektrifiziert. Schätzung CHF 200000 * Werkverzeichnis Echtheitsbestätigung des Comité Giacometti, Paris, datiert vom April 2018, liegt vor Die Bronze ist imOnline Werkverzeichnis der Fondation Alberto et Annette Giacometti unter der Nummer AGD 3957 registriert Provenienz Atelier Diego Giacometti, Paris, dort erworben von Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern Die Tischlampe «modèle ‹flambeau›, petit modèle» nimmt das Spiel von Rechtecken und geschwungen-verzerrten Formen auf. Alberto Giacometti: Zwei Tischlampen 1929 lernte Alberto Giacometti durch Vermittlung von Man Ray (1890–1976) den Innenarchitekten und Möbeldesigner Jean- Michel Frank (1895–1941) kennen und widmete sich fortan auch der Gestaltung von Einrichtungsgegenständen. Entwickelt wurden diese zuerst in Gips, um später in Bronze gegossen zu werden. Manche wurden patiniert, andere sogar vergoldet. Einzelne Stücke wurden auch in Gips gegossen. Einige Kunstkritiker bemängelten, dass Giacometti «Gebrauchs- kunst» schuf. Der Künstler rechtfertigte sich später damit, dass jedes Objekt denselben Kreationsprozess wie die freie Kunst durchlaufen habe, undmeinte sogar, dass eine Lampe für ihn letzt- lich auch eine Skulptur sei. In der Zusammenarbeit mit Jean-Michel Frank war Giacomettis Schaffen im Design am fruchtbarsten und brachte in den 1930er-Jahren über fünfzig verschiedene Entwürfe hervor. Giacometti bemühte sich um eine Ästhetik, die auf einem archaisch-antikisierenden Historismus beruhte. Er liess sich bei der Bearbeitung der Objekte nicht von funktionalen Einzelaspekten ablenken, sondern betrachtete die einzelnen Elemente stets als Teil eines übergeordneten, skulpturalen Ganzen. Alberto Giacomettis Bruder Diego unterstützte den Künstler von Anfang an bei der Produktion der Objekte, später übergab Alberto seinem Bruder sogar den kompletten Herstellungsprozess bis hin zur Patinierung. Von einigen Gebrauchsobjekten entstanden nur wenige Exemplare, andere wurden in grösserer Zahl hergestellt. Eberhard W. Kornfeld kaufte die Lampen meist direkt im Atelier für seine Privaträume. 21 Alberto Giacometti Borgonovo 1901–1966 Chur Lampe modèle «étoile» Um 1935, Entwurf, Anfang 1960er-Jahre, Guss. Bronze. 40,9 cm, Höhe. An einemBein an der Innenseitemit gestanztemMonogramm und der Nummer «AG/ 041». Sehr schöner, tadelloser Guss mit dunkelbrauner Patina undminimenGebrauchsspuren, elektrifiziert. Schätzung CHF 100000 * Werkverzeichnis Echtheitsbestätigung des Comité Giacometti, Paris, datiert vom April 2018, liegt vor Die Bronze ist imOnline Werkverzeichnis der Fondation Alberto et Annette Giacometti unter der Nummer AGD 3955 registriert Provenienz Atelier Diego Giacometti, Paris, dort erworben von Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern Die Tischlampe «Étoile» steht auf einem dreibeinigen Fuss, der Schaft ist prismaförmig ausgestaltet. Oben ragen Dreiecke aus dem Schaft, die sich zu einem Stern auffalten.
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