Auktion 290: Freundschaften - Amitiés Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 11.9.2026
Alberto Giacometti: Drei «Lampadaires» 1929 lernte Alberto Giacometti durch Vermittlung von Man Ray (1890–1976) den Innenarchitekten und Möbeldesigner Jean- Michel Frank (1895–1941) kennen und widmete sich fortan auch der Gestaltung von Einrichtungsgegenständen. Entwickelt wurden diese zuerst in Gips, um später in Bronze gegossen zu werden. Manche wurden patiniert, andere sogar vergoldet. Einzelne Stücke wurden auch in Gips gegossen. Einige Kunstkritiker bemängelten, dass Giacometti «Gebrauchs- kunst» schuf. Der Künstler rechtfertigte sich später damit, dass jedes Objekt denselben Kreationsprozess wie die freie Kunst durchlaufen habe, und meinte sogar, dass eine Lampe für ihn imletztlich auch eine Skulptur sei. In der Zusammenarbeit mit Jean- Michel Frank war Giacomettis Schaffen im Design am fruchtbars- ten und brachte in den 1930er-Jahren über fünfzig verschiedene Entwürfe hervor. Giacometti bemühte sich um eine Ästhetik, die auf einem archaisch-antikisierenden Historismus beruhte. Er liess sich bei der Bearbeitung der Objekte nicht von funktionalen Einzel aspekten ablenken, sondern betrachtete die einzelnen Elemente stets als Teil eines übergeordneten, skulpturalen Ganzen. Alberto Giacomettis Bruder Diego unterstützte den Künstler von Anfang an bei der Produktion der Objekte, später übergab Alberto seinem Bruder sogar den kompletten Herstellungsprozess bis hin zur Patinierung. Von einigen Gebrauchsobjekten entstanden nur wenige Exemplare, andere wurden in grösserer Zahl hergestellt. Eberhard W. Kornfeld kaufte die Lampen direkt im Atelier für seine Privaträume. Los 23 Los 24 Los 25
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