Auktion 291: 150 Ausgewählte Kunstwerke 11.9.2026

Wohl 1885–1890. Öl auf Leinwand. 43,5×35 cm. Unten links vom Künstler signiert «Anker». Auf dem originalen Chassis, in der alten Nagelung. Am Bild- rand mit wenigen retuschierten Stellen der durch den Rahmen verursachten, minimen Abreibungen. In tadelloser Erhaltung. Schätzung CHF 300000 Werkverzeichnis Sandor Kuthy/Therese Bhattacharya-Stettler, Albert Anker, Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel 1995, Nr. 410 Echtheitsbestätigung von Marie Quinche-Anker, der Tochter Albert Ankers, datiert vom 5. Mai 1941, liegt vor Provenienz Galerie Vallotton, Lausanne, Inv. Nr. 7866, dort 1942 erworben von Privatsammlung Binningen, durch Erbschaften an Privatsammlung Schweiz Albert Anker gilt als der unbestrittene Meister der Darstellung des ländlichen Kinder- und Jugendlebens im 19. Jahrhundert. Seine zahlreichen Mädchen- porträts nehmen eine Sonderstellung in seinem Gesamtwerk ein und zählen heute zu den wertvollsten, beliebtesten und gefragtesten Ikonen der Schwei- zer Kunstgeschichte. Im Gegensatz zu vielen seiner zeitgenössischen Maler- kollegen verzichtete Anker in seinen Porträts konsequent auf sentimentale Verklärung oder süsslichen Kitsch. Seine Modelle – oft Kinder aus seinem Heimatdorf Ins im Berner Seeland oder seine eigenen Töchter – begegnen den Betrachtenden mit einer tiefen, fast erwachsenen Würde. Anker malte die Mädchen nicht als dekorativeObjekte, sondern als eigenständige Persönlich- keiten in ihren alltäglichen Kleidern. Ein Beispiel hierfür ist das vorliegende Werk, auf dem das Mädchen ein blaues Haarband trägt. 57 Albert Anker 1831 Ins 1910 Mädchenbildnis

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