Auktion 291: 150 Ausgewählte Kunstwerke 11.9.2026
1955. Öl auf Leinwand. 92×180 cm. Rückseitig vom Künstler in schwarzer Ölfarbe signiert und datiert «Bærtling 1955». Auf dem Chassis betitelt und nochmals datiert «BIRGI 1955». Auf demoriginalen Chassis, in der alten Nage- lung. In farbfrischer, ausgezeichneter Erhaltung. Schätzung CHF 120000 Werkverzeichnis Das Werk ist der Bærtling Foundation bekannt und wird in das geplante Werk- verzeichnis des gesamtenŒuvres aufgenommen. Die Bestätigung per E-Mail von Marc Aderheim, datiert vom 15. Juli 2026, liegt vor Provenienz Galleria Lorenzelli, Mailand Galerie Bel’Art, Stockholm, dort 1986 erworben von Privatsammlung Schweiz Olle Bærtling nimmt eine bedeutende Stellung in der nonfigurativen Kunst des 20. Jahrhunderts ein. Im Jahr 1949 entschied sich der Künstler, fortan aus- nahmslos geometrisch zu arbeiten und seine Farbpalette deutlich zu reduzie- ren. In dieser Zeit fand er zu seiner eigenen, unverwechselbaren Handschrift. Während frühere Werke noch von einer grossen Formenvielfalt geprägt sind, konzentrieren sich die Gemälde der 1950er-Jahre jeweils auf eine einzige geometrische Form, namentlich auf das Dreieck. Die gewählte Form unterliegt einem strengen Bildkonzept, bei dem schwarze Linien und Zwischenräume die farbigen Flächen klar voneinander abtrennen und bei dem kein eindeutiges Bildzentrum existiert. Die durch den Einsatz der schwarzen Farbe entstehenden Kontraste erzeugen imBild bewusste farbliche Dissonanzen. Doch die schwarzen Umrandungen laufen nie ineinander und kreuzen sich nicht; sie verlaufen gerade bis an den Bildrand und trennen so die dreifarbigen Dreiecke sauber voneinander ab. Der Titel «BIRGI» verweist auf den weiblichen Vornamen Birgit; dabei dürfte es sich um eine Freundin des Künstlers gehandelt haben. Exemplarische Position für die nonfigurative Kunst und die geometrische Abstraktion. Wir danken Marc Aderheim für die freundliche Auskunft. 70 Olle Bærtling Halmstad 1911–1981 Stockholm BIRGI
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