Auktion 291: 150 Ausgewählte Kunstwerke 11.9.2026

Um 1948. Eisenblech und Eisendraht, in Weiss, Rot und Schwarz gefasst. 18×16×14 cm. Leichte Abreibungen imWeiss und Rot. In sehr schöner Erhaltung. Schätzung CHF 300000 Werkverzeichnis Die Arbeit ist in der Calder Foundation, New York, unter der Archivnummer «A14368» registriert Provenienz Geschenk des Künstlers 1950 in Paris an Slg. Ida Chagall, Geschenk an Slg. Dr. Franz Meyer sen., Zürich, durch Erbschaft an Slg. Marian von Castelberg, Zürich, durch Erbschaft an Privatsammlung Schweiz Ausstellungen Boston 1949, Margaret Brown Gallery, Calder Paris 1950, Galerie Maeght, Calder, Mobiles & stabiles, Kat. Nr. 49 In Paris kames imHerbst 1931 zu einembedeutendenWendepunkt in Alexander Calders künstlerischer Laufbahn, als er seine erste kinetische Plastik schuf und damit einer völlig neuen Art von Kunst Gestalt gab. Neben seinen bahnbrechen- den «Mobiles», die durch Luftzirkulation bewegt werden, konstruierte er am Anfang auch durchMotoren angetriebene Skulpturen. Diese einzigartigenWerke machten ihn bekannt; 1931 hatte er seine erste grosse Ausstellung in Paris. 1932 wurdeCalder Mitglied der Künstlergruppe Abstraction-Création, der unter anderem Jean Arp, Piet Mondrian und Jean Hélion angehörten. Calders Ent- wicklung zur Abstraktion wurde massgeblich durch jene Gruppe beeinflusst. UmCalders vonMarcel Duchamp als «Mobiles» bezeichneten, frei hängenden Werke von anderen Arbeiten abzugrenzen, nannte Arp Calders stationäre Objekte «Stabiles». Nach der Rückkehr in die USA entwickelte der Künstler seine kinetische Plas- tik sukzessive weiter. Es folgten wichtige Ausstellungen, etwa 1943 imMuseum of Modern Art in NewYork. In seinen späteren Jahren konzentrierte sichCalder vor allem auf grossformatige, monumentale Auftragsarbeiten. Daneben reali- sierte er aber auch immer wieder kleinereWerke, darunter etwa das hier ange- botene «Stabile», das um 1948 entstand. Es ist ein Kabinettstück von stiller Kraft, fragil und doch mit sicherer Ruhe auf demBoden stehend. Drei weisse Scheibenwerden von zwei filigranenMetallar- men in schwebender Balance gehalten, von denen einer selbst auf einem in Rot und Schwarz gefassten Ständer balanciert. In dieser kleinen Arbeit ver- dichtet sich Calders ganze spielerische Leichtigkeit, die er mit denkbar einfa- chen Mitteln zur vollendeten Form gebracht hat. 71 Alexander Calder Lawnton 1898–1976 New York Telephone Pole Standing Mobile

RkJQdWJsaXNoZXIy NTQ4OTU=