Auktion 291: 150 Ausgewählte Kunstwerke 11.9.2026

1921. Öl auf Leinwand. 50×35 cm. Unten rechts vomKünstler signiert «R. Delau- nay». Auf neuem Chassis. Einige Fleckchen, meist Wasserfleckchen. In sehr schöner Gesamterhaltung. Schätzung CHF 100000 Werkverzeichnisse Pierre Francastel/Guy Habasque, Robert Delaunay, Du cubisme à l’art abstrait, Paris 1957, Nr. 191 Echtheitszertifikat von Pracusa Artisticas S.A., Jean Louis Delaunay und Richard Riss, datiert vom 2. März 2021, liegt vor Provenienz Galerie Bing, Paris Slg. Franz Meyer sen., Zürich, durch Erbschaft an Slg. Marian von Castelberg, Zürich, durch Erbschaft an Privatsammlung Schweiz Ausstellungen Bern 1951, Kunsthalle, Robert Delaunay, Kat. Nr. 41 Basel 1984, Kunstmuseum, Strawinsky, Kat. Nr. 89 Lugano 1988, Museo Cantonale d’Arte, Oskar Schlemmer, Les Noces, Igor Strawinsky, S. 174 Salzburg 2007, Rupertinum Museum der Moderne, Igor Strawinsky, Ich muss die Kunst anfassen, Abb. S. 86 Nach demErstenWeltkrieg kehrten Robert Delaunay und seine Frau, die Künst- lerin Sonia Delaunay-Terk, Anfang der 1920er-Jahre nach Paris zurück und bezogen eine Wohnung am Boulevard Malesherbes 19. In Paris verkehrten sie mit vielen Dichtern und Musikern und kamen mit dem Surrealismus in Berüh- rung. Sie waren mit Louis Aragon, Jean Cocteau und Igor Strawinsky befreun- det und empfingen etwa den russischen Dichter Wladimir Majakowski. Delau- nay entdeckte bereits imExil in Portugal das Porträt als neue Formund brachte es in Paris zur Reife, indem er Freunde und sein Umfeld malte. Das hier angebotene Gemälde von Igor Strawinsky zählt sicherlich zu den eindrücklichsten dieser Porträts. Der Musiker ist unverkennbar wiedergegeben, komponiert mit einfachen Pinselstrichen. 83 Robert Delaunay Paris 1885–1941 Montpellier Portrait d’Igor Strawinsky

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