Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026
305 Giovanni Giacometti Stampa 1868–1933 Glion Giovanin da Vöja, Brustbild im Profil nach rechts 1906–1908. Rohrfeder in Tusche auf festem Velin. 49,8×32,5 cm. Unten rechts vom Künstler in Tuschemonogrammiert «Gi./Gti». Blatt gebräunt mit leichten Lichträndern, obere Ecken mit Reissnagellöchern, untere linke Ecke minim bestossen, rückseitig mit Montierungsresten. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 7000* Provenienz Slg. Gertrud Dübi-Müller, Solothurn. Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b. Literatur Paul Müller/Viola Radlach, Giovanni Giacometti, Werkkatalog der Gemälde, Zürich 1997, Band I, Abb. S. 252. Ausstellungen Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld], Kat. Nr. 40. Winterthur/Lausanne/Chur 1996/1997, Kunstmuseum/Musée cantonal des Beaux- Arts/Bündner Kunstmuseum, Giovanni Giacometti. Davos 1998/1999, Kirchner Museum, Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld, Kat. Nr. 101. Bern 2003, Kunstmuseum, Hommage an «E.W.K.», Meisterwerke vonGiovanni, Alberto und Diego Giacometti aus der Sammlung von Eberhard W. Kornfeld, Kat. Nr. 4. Solothurn/Chur 2006/2007, Kunstmuseum/Bündner Kunstmuseum, Giovanni Giacometti, Arbeiten auf Papier, Kat. Nr. 30. Giovanin da Vöja stammte aus demOrt Villa di Chiavenna, einemDorf in der nördlichen Lombardei, und diente Giovanni Giacometti mehrfach alsModell. Eine Radierungmit dem Porträt des Bauern aus der Gegend von Sondrio sowie ein Gemälde mit seinem Bildnis befinden sich im Kunstmuseum Chur. 306 Giovanni Giacometti Stampa 1868–1933 Glion La filatrice Um 1908–1910. Kreide, Tusche und Bleistift auf festemVelin. 51,3×32,6 cm. Das Blatt etwas stockfleckigmit Atelierspuren, in den Eckenmit Reissnagellöchern, linker Rand mit leichtem Papierverlust, rückseitig mit Montierungsresten. In guter Erhaltung. Schätzung CHF 9000* Werkverzeichnis Rückseitig mit der handschriftlichen Echtheitsbestätigung von Bruno Giacometti, dem Sohn des Künstlers, datiert vom 12. März 1987. Provenienz Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b. Giovanni Giacometti stellt in seinen Zeichnungen und Gemälden häufig Personen aus seinem Umfeld dar, darunter Familienmitglieder, Verwandte und Freunde, aber auch andere Menschen wie Bergeller Bauern, Handwerker und Wäscherinnen. Auf unserer Zeichnung ist eine Frau in heimischer Tracht zu sehen, die in ihrer linken Hand eine Spindel hält. Die Spinnerin verbindet die Themen Handwerk und weibliche Erwerbstätigkeit und steht auch als Sinnbild für das traditionelle, einfache Leben in den Schweizer Alpentälern zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 307 Giovanni Giacometti Stampa 1868–1933 Glion Autoritratto 1920–1925. Kohlezeichnung auf festemVelin. 25,7×18,3 cm. Tadellos in der Erhaltung. Schätzung CHF 6000* Werkverzeichnis Rückseitig mit der handschriftlichen Echtheitsbestätigung von Bruno Giacometti, dem Sohn des Künstlers, datiert vom 12. Februar 1987. Provenienz Nachlass Giovanni Giacometti. Galerie Kornfeld, Bern, dort erworben von Internationale Privatsammlung. Rückseitig mit weiterem Selbstbildnis.
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