Auktion 293: Illustrierte Bücher und Portfolios aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 10.9.2026

1923.Titelblattmitrückseitigaufgedrucktem Impressumund8Grafiken, inoriginaler Halbpergamentmappe. 50,5×40 cm, Mappe. Im Impressum mit der Nummer «41» als eines der 100 Exemplare der Normalausgabe ausgewiesen. Alle Blätter vom jeweiligen Künstler signiert oder monogrammiert, teilweise datiert. Enthalten sind: 1. Lyonel Feininger. Gelmeroda. 1920. Holzschnitt auf dünnem Japan. Prasse W 237 2. Wassily Kandinsky. Fröhlicher Aufstieg. 1923. Farblithografie auf Velin. Roethel 177 3. Paul Klee. Der Verliebte. 1923. Lithografie mit hellroter Tonplatte auf Velin. Kornfeld 94/III/b (v. c) 4. Gerhard Marcks. Am Ofen. 1923. Holzschnitt auf Bütten. Lammek H 87 5. Georg Muche. Auf dem Tisch. 1923. Radierung auf Kupferdruckpapier. Schiller 20 6. László Moholy-Nagy. Komposition. 1923. Farblithografie auf Velin 7. Oskar Schlemmer. Abstrakte Figur, nach links (Figur «S»). 1921–1923. Radie- rung auf Kupferdruckpapier. Grohmann GR 1 8. Lothar Schreyer. Ohne Titel. 1923. Holzschnitt auf Bütten Alle Blätter sind in den originalen Passepartouts montiert. Die Passepartouts sind leicht gebräunt. Alle Blätter in aussergewöhnlich schöner Erhaltung Schätzung CHF 125000 * Werkverzeichnisse Punkt, Linie, Fläche, Druckgraphik am Bauhaus, Herausgegeben für das Bau- haus-Archiv von Klaus Weber, Berlin 1999, Nrn. 6.1–8 Söhn 210.1–8 Provenienz Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 12. Juni 2009, Los 6, dort angekauft für Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, auf der Innenseite des Umschlagdeckels mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b Ausstellung Bern 2009/2010, ZentrumPaul Klee, Paul Klees Grafik, Die Passion des Eberhard W. Kornfeld (ohne Kat.) Die vorliegende «Meistermappe» stellt die zweite Sammlung grafischer Werke der Bauhaus-Meister dar und verdeutlicht die personellen sowie inhaltlichen Veränderungen der Weimarer Schule. Nachdem Johannes Itten das Bauhaus verlassen hatte, traten mit Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy zwei neue prägende Künstler hinzu. Obwohl die einzelnen Künstler in der Mappe vertreten sind, liegt der Schwer- punkt auf der Gemeinschaft der Bauhaus-Meister, die sich in ihrer Vielfalt als Einheit präsentieren. Der Meisterrat entschied sich im Vorfeld bewusst gegen feste Vorgaben wie einheitliche Formate oder die Beschränkung auf Farbdrucke. Stattdessen erfolgte lediglich eine gemeinsame Auswahl der Motive. Die Mappen erschienen ursprünglich in einer Auflage von 110 bzw. 100 Exem­ plaren. Ein grosser Teil davon fiel jedoch der Vernichtung durch die National- sozialisten zum Opfer. Komplette Mappen sind heute sehr selten, besonders in so schönem Zustand wie das vorliegende Exemplar. 832 Bauhaus Bauhaus-Drucke. Meistermappe des Staatlichen Bauhauses Bauhausverlag G.M.B.H. München/Weimar, 1923

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