Auktion 293: Illustrierte Bücher und Portfolios aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 10.9.2026
842 Lyonel Feininger 1871 New York 1956 Zwölf Holzschnitte von Lyonel Feininger Weimar, Staatliches Bauhaus, 1921 1921. 12 Holzschnitte und in Holz geschnittenes Titelblatt auf dün- nem Japanbütten, in originalen Passepartouts, in kartonierter Originalmappe mit Pergamentrücken und -schlaufe. 40×33 cm, Mappe. Im Impressum vom Künstler in Bleistift signiert und mit der Nummer «12» als eines von 40 Exemplaren auf dünnem Japan (Gesamtauflage von 50) ausgewiesen. Die Holzschnitte jeweils unten links vom Künstler in Bleistift signiert «Lyonel Feininger». Enthalten sind: 1. Regentag am Strande. 1918, Prasse W 39 2. Vulkan. 1918, Prasse W 65 3. Zug auf der Brücke. 1918, Prasse W 81 4. Stadt mit Kirche in der Sonne. 1918, Prasse W 87 5. Gelmeroda. 1918, Prasse W 89 6. Hafen. 1918, Prasse W 110 7. Zur Ausfahrt bereit. 1919, Prasse W 119 8. Kriegsflotte, 1. 1919, Prasse W 150 9. Angler. 1919, Prasse W 191 10. Waldkirche, 2. 1920, Prasse W 220 11. Die Architektur. 1920, Prasse W 232 12. Tahiti. 1920, Prasse W 235 Titelseite mit dem in Holz geschnittenen Text. 1920, Prasse W 236. Die Grafiken sauber in der Erhaltung, die Mappe mit minimalen Altersspuren. Insgesamt in sehr guter Erhaltung Schätzung CHF 25000 * Provenienz Privatsammlung Deutschland Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 18.–20. Juni 1986, Los 237 Galerie Kornfeld, Bern, dort 1991 erworben von Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, auf der Innenseite der Mappe mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b In der Anfang 1921 erschienenen Mappe «Zwölf Holzschnitte von Lyonel Feininger» publizierte der Künstler eine Auswahl kleinfor- matiger Holzschnitte, die zwischen 1918 und 1920 entstanden und 1921 gesammelt publiziert wurden. Die Arbeiten können in der Summe als Spiegel der frühen Jahre Feiningers am Bauhaus ver- standenwerden. Die grafischen Blätter behandeln unterschiedliche Sujets. Neben Strand- und maritimen Szenen mit Schiffen finden sich auch Stadtansichten, eine Lokomotivdarstellung sowie eine Kirche. Das Bildpersonal dient dem Künstler dabei als Grössen- massstab innerhalb der jeweiligen Kompositionen. Insgesamt zeichnen sich die Darstellungen durch eine verdichtete Bildsprache aus. Diese sollte sich bereits kurz darauf, um 1921, wieder auflösen, war bis dahin aber typisch für Feiningers Arbeiten. 4 8 11 9
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