Auktion 293: Illustrierte Bücher und Portfolios aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 10.9.2026

847 Paul Klee Münchenbuchsee bei Bern 1879–1940 Muralto Tristan Tzara. L’homme approximatif Paris, Éditions Fourcade, 1931 1931. Originalbroschur, in Halblederumschlag und kartoniertem Schuber. Mit 1 eingebundenen Radierung und Kaltnadelarbeit «L’homme approximatif» auf Hollande Van Gelder. 24,5×19 cm, Broschur; 17,8×13,9 cm, Plattenkante; 23,5×18,5 cm, Blattgrösse. Im Impressummit der Nummer «2» als eines der 10 Exemplare der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 510 Exemplare) ausgewiesen und darunter vomAutor signiert «Tristan TZARA». Die Grafik unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert «Klee», links betitelt «l’homme approximatif», darunter datiert undmit der Werknummer versehen «1931 R17». Das Buch mit leichten Griffspuren, einzelne Seiten noch nicht aufgeschnitten, Umschlag und Schuber in sehr schöner Erhaltung. Schätzung CHF 35000 * Werkverzeichnis Kornfeld 107/b (v. c) Provenienz Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, auf dem Vorsatzblatt mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b Ausstellungen Genf 1987/1988, Musée Rath, Minotaure, Kat. Nr. 313 Bern 2009/2010, ZentrumPaul Klee, Paul Klees Graphik, Die Passion des Eberhard W. Kornfeld (ohne Kat.) Tristan Tzara, der Begründer der Dada-Bewegung, gliederte sein Werk «L’homme approximatif», das mit seiner fliessenden, bild­ gewaltigen Sprache als sein Hauptwerk gilt, in 19 Gesänge. Sur­ reale Stilmittel prägen die lyrischen Abschnitte. So werden etwa im ersten Gesang die menschlichen Nerven als Peitschen in den Händen der Zeit dargestellt. Darüber hinaus gelingt dem Poeten mit der bildhaften Formulierung der «eingesperrten Tränen» ein eindrucksvolles Bild zwischen Surrealismus und Dadaismus. Paul Klee lieferte für «L’homme approximatif» ein gleichnamiges Fron- tispiz, in demdas Gesicht des approximativenMenschen nur vage am linken Bildrand erscheint und somit die umkreisende, sugges- tive Sprache bildlich umgesetzt wird.

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