Auktion 294: Käthe Kollwitz - Meisterwerke aus der Sammlung Gudrun und Martin Fritsch 10.9.2026

1925. In der oberen Blatthälfte mit Tusche und Deckweiss über­ arbeiteter Holzschnitt, in der unteren Blatthälfte Zeichnung in Tusche und Deckweiss, mit Collage-Element auf rauem Japan. 63,8×49,1 cm. Mit Reissnagellöchern, imPapier alteQuetschfalten. In sehr schöner Erhaltung. Schätzung CHF 280000 * Werkverzeichnis Alexandra von dem Knesebeck, Käthe Kollwitz, Werkverzeichnis der Graphik, Bern 2002, Bd. 2, Nr. 221, dort erwähntes Exemplar Provenienz Nachlass Käthe Kollwitz, dort 1990 erworben von Slg. Gudrun und Martin Fritsch, Berlin Literatur Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz-MuseumBerlin, hrsg. vonMartin Fritsch, bearbeitet von Annette Seeler, mit Beiträgen von Annette Seeler und Werner Timm, Leipzig 1999, Kat. Nr. 125 Hommage an Käthe Kollwitz, hrsg. vonMartin Fritsch, mit Beiträgen von Annette Seeler und Gudrun Fritsch, Leipzig 2005, S. 114/115 Ausstellungen Ibaraki/Niigata/Himeji/Kumamoto/Machida 2005/2006, Tsukuba Museum of Art/Prefectural Museum of Modern Art/City Museum of Art/Prefectural Museum of Art/City Museum of Graphic Arts, Käthe Kollwitz, Kat. Nr. 109 Vic-sur-Seille 2012, Musée départemental Georges de La Tour, Käthe Kollwitz, La vérité des sens, Kat. Nr. 12 Berlin 2014, Käthe-Kollwitz-Museum, Mahnung und Verlockung, S. 112 Bis 2014 als Dauerleihgabe im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin Berlin 2021, Galerie Judin, EnriqueMartínez Celaya, Käthe Kollwitz, Von den ersten und letzten Dingen, Kat. Nr. 66 Das vorliegende Blatt ist eine grosse Seltenheit. Es handelt sich um das einzige und zudem stark mit Tusche und Deckweiss über­ arbeitete Exemplar einer verworfenen Fassung für das Blatt «Hun- ger» der Proletariatsfolge. Die Künstlerin hat sogar die Mittelpartie in Collagetechnik ersetzt und neu gestaltet. Durch die reiche Aus­ arbeitungwird das Blatt faktisch zu einer eigenständigen Zeichnung. Das Auflageblatt wird am Ende viel reduzierter daherkommen. Kollwitz hat motivisch über mehrere Schritte hinweg intensiv an der Umsetzung gearbeitet, was sich eindrücklich am einzigartigen Hungerzyklus zeigt (vgl. Los 927). Das hier angebotene Blatt gilt zu Recht als eine der wichtigsten, sozialkritischen Darstellungen nach dem Kriegszyklus. 926 Käthe Kollwitz Königsberg 1867–1945 Moritzburg Hunger Verworfene Fassung des zweiten Blattes der Folge «Proletariat»

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