Auktion 290: Freundschaften - Amitiés Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 11.9.2026
Mit Diego Giacometti im Restaurant «Clos du Moulin» an der «Rue du Moulin Vert» in Paris. Ende 1970er Jahre. Kornfeld Fotoarchiv nahmen die beiden regelmässig gemein- same Reisen in die USA oder nach Japan. Auf Kornfelds Initiative hin lernte Francis 1960 bei Emil Matthieu in Zürich die Tech- nik der Farblithografie kennen. In diesem Zusammenhang entstanden bedeutende druckgrafische Werke wie etwa «White Line» (vgl. Katalog 292). Aus dem Umfeld der Pariser Avantgarde und dem Freundeskreis um Sam Francis entwickelten sich weitere Beziehungen zu Künstlerinnen und Künstlern wie Shirley Goldfarb, Al Jensen (vgl. Lose 34, 35), Joan Mitchell, Jean-Paul Riopelle (vgl. Los 44), Kimber Smith oder Walasse Ting (vgl. Kata- log 292). Diese Verbindungenmanifestier- ten sich nicht nur in persönlichen Freund- schaften, sondern auch in Ausstellungen, Editionen und der Herausgabe von Druck- grafiken. Die ersten persönlichen Begegnungenmit Marc Chagall ergaben sich durch Vermitt- lung von Franz Meyer, der mit Chagalls Tochter Ida verheiratet war. AlsMeyer 1955 die Nachfolge Rüdlingers an der Kunsthalle Bern antrat, stellte er den Kontakt zwischen dem Künstler und Kornfeld her. Während Chagalls Besuchen in Bern entstand eine freundschaftliche Beziehung, und schon bald lud der Künstler Kornfeld nach Vence ein. Chagall vertraute Kornfeld schliesslich auch die Erstellung des Œuvrekatalogs seiner Radierungen und Holzschnitte an – ein Zeichen grosser Wertschätzung und des gegenseitigen Vertrauens. Pablo Picasso lernte Kornfeld erst in den späten 1960er-Jahren imAtelier Madoura in Vallauris kennen. Picasso, der selbst ein grosser Bewunderer Rembrandts war, kannte Kornfeld bereits durch dessen Pub- likationen zur Druckgrafik und lud ihn spontan zu einem Besuch ein. «Kornfeld, c’est pour la gravure», soll Picasso oft gesagt haben. So erstaunt es nicht, dass aus diesen Begegnungen die Idee ent-
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