Auktion 290: Freundschaften - Amitiés Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 11.9.2026

Gósol, Sommer 1906. Federzeichnung in Sepia, auf Unterlagekarton aufgelegt. 25,3× 17,5 cm, Blattgrösse; 31 ×23 cm, Unterlagekarton. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert «Picasso». Leichter Lichtrand im alten Passe­ partoutausschnitt, sauber in der Erhaltung. Schätzung CHF 75000 * Werkverzeichnis Echtheitsbestätigung Maya Widmaier, datiert vom 18. April 1984, liegt vor Provenienz Privatsammlung Schweiz, versteigert bei Auktion Kornfeld & Cie., Bern, 14. Juni 1974, Los 824, dort erworben von Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, auf der Rückseite des Unterlagekartons mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b Ausstellungen Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld], Kat. Nr. 102 Bern 2001/2002, Kunstmuseum, Picasso und die Schweiz, Kat. Nr. 30 Madrid 2003, Fundación Juan March, Espíritu de modernidad, de Goya a Giacometti, Obra sobre papel de la colección Kornfeld, Kat. Nr. 32 Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld, Kat. Nr. 28 Die Zeichnung dürfte 1906 in Gósol, einemabgelegenen Bergdorf in den Pyre- näen, entstanden sein, in dem Picasso den Sommer von Mitte Mai bis Mitte August mit Fernande Olivier, seiner damaligen Lebensgefährtin, verbrachte. Weit ab von Paris und nur nach einer langen, umständlichen Anreise erreichbar, konnte sich der Künstler in demWeiler vollends auf seine künstlerische Tätig- keit konzentrieren. In dieser Zeit entstanden annähernd 300 Skizzen. Nach den Zirkusbildern des Vorjahres wurden klassische Akte, vor allem Jünglinge und Frauen, zum Hauptthema dieses Sommers. In der vorliegenden Zeichnung wird Picassos damalige Affinität zu antiken Vorstellungen von Schönheit und dem Ideal der menschlichen Figur in der Vereinfachung und der Sublimierung der Linie deutlich. 1 Pablo Picasso Málaga 1881–1973 Mougins Nu debout, Fernande

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