Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026
223 Max Beckmann Leipzig 1884–1950 New York Kasbek 1923. Kaltnadel auf Bütten. 49,4×21,2 cm, Plattenkante; 58,6×35,9 cm, Blattgrösse. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert «Beckmann». Nur ganz minime Griffknicke, in der Mitte des Blattes minime Knitter, mit kaum sichtbarem Lichtrand, insgesamt in sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 30000 Werkverzeichnis Hofmaier 281/B/a (v. b). Provenienz Privatsammlung USA, versteigert bei Auktion Galerie Korn- feld, Bern, 16. Juni 2006, Los 31, dort erworben von Privatsammlung Schweiz. Der Titel «Kasbek» bezieht sich laut James Hofmaier auf ein von russi- schen Emigranten geführtes Nachtlokal in Berlin, benannt nach dem dritthöchsten BergGeorgiens. Dargestellt ist Naila, Frau H.M. (Hildegard Melms), Beckmanns Muse und Geliebte, die er auch in Gemälden und weiteren Grafiken porträtiert hat, mit einem leicht nach hinten versetzten Akkordeonspieler. Von diesem Blatt existiert neben wenigen Probe drucken eine Auflage von 30 Exemplaren, die vermutlich vom Verlag Graphisches Kabinett, München, herausgegebenwurde. Es gibt einzelne Drucke, die vonGünther Franke nummeriert worden sind, andere blieben, wie das vorliegende Blatt, unnummeriert. Das Blatt zählt zu den belieb- testen Sujets des Berliner Nachtlebens, das der Künstler durch seine Besuche bestens kannte.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NTQ4OTU=