Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026
224 Émile Bernard Lille 1868–1941 Paris La lessive 1888 (nachMorane 1889). Zinkografie, aquarelliert, auf dünnem Japan. 11,5×39,5 cm (unregelmässig), Blattgrösse. Unten links im schmalen Unterrand vom Künstler in Feder in Tusche signiert und datiert «Emile Bernard 1888», unten rechts mit der eigen- händigen Dedikation «Cordial Souvenir a M le baron Grumesen». Rückseitig an den Rändernmit Leimspuren und Resten alter Montierung. In ausgezeichneter Erhaltung. Schätzung CHF 7000 Werkverzeichnis Morane 8. Provenienz Privatsammlung Frankreich, versteigert bei Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 18. Juni 2004, Los 10, dort erworben von Privatsammlung Schweiz. Dieses wichtige Grafikblatt Émile Bernards entstand in Pont-Aven nach August 1888, als sich der Künstler zusammen mit Paul Gauguin dort aufhielt und beide von der Landschaft und der Bevölkerung stark beeinflusst wurden. Es ist durch Signatur und Datumals Frühdruck ausgewiesen. Spätere Drucke wurden 1952 in einer Auflage von 200 Exemplaren von der Guilde de la Gravure in Genf publiziert. Nach Morane han- delt es sich um eine fotomechanische Reproduktion, die meist von Hand koloriert wurde. – Dabei: Ein Exemplar der Spätauflage aus dem Jahr 1952, 10,5×39 cm, Druckstock; 38×56,5 cm, Blattgrösse. Unten rechts mit Siegelstempel «EB», links in Bleistift nummeriert «21/200». Leicht stockfleckig. Zus. 2 Blatt. 225 Camille Bombois Venarey-les-Laumes 1883–1970 Paris Les deux clowns verts Öl auf Leinwand. 41×27 cm. Oben links vom Künstler signiert «Bombois C.lle». Farb- frisch und in sehr schöner Erhaltung. Schätzung CHF 6000 Provenienz Slg. Franz Meyer sen., Zürich, durch Erbschaft an Privatsammlung Schweiz. Zirkusszenen, Clowns und Akrobaten kommen imŒuvre vonCamille Bombois immer wieder vor. Er selbst war als junger Mann als Jahrmarktringer und Zirkusarbeiter tätig und kannte dieses Milieu daher bestens. Dargestellt sind zwei Clowns, die zwischen einemgrünen Vorhang hervorschauen. Durch den Einsatz gesättigter Farben und die scharfe Konturierung der Gesichter wirken die Figuren äusserst plastisch. Der enge Bildausschnitt schafft eine intime Atmosphäre; die Blicke der Figuren richten sich nach vorne zu einem imaginären Publikum. 226 Camille Bombois Venarey-les-Laumes 1883–1970 Paris Le chemin creux avec promeneurs Öl auf Leinwand. 50×73 cm. Unten links vom Künstler in Öl signiert «Bombois C.lle». Stellenweise feine Krakelüren. In sehr schöner Erhaltung. Schätzung CHF 5000 Provenienz Slg. Franz Meyer sen., Zürich, durch Erbschaft an Privatsammlung Schweiz. Ausstellung Schloss Bönnigheim 1999, MuseumCharlotte Zander, Camille Bombois, mit Etikett. Die naive Malerei eröffnet Raum für verkehrte Welten, in denen sich die Verhältnisse ändern: Eine überwältigende Landschaft steht winzigen menschlichen Figuren gegenüber. Dabei
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