Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026
264 Edgar Degas 1834 Paris 1917 Une chanteuse 1877/1878. Aquatinta und Vernis mou auf festemVelin. 16×12 cm, Platten kante; 25,8×17,6 cm, Blattgrösse. Das Blatt mit leichten Atelier- und Griffspuren, rückseitig mit Montierungsresten. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 25000* Werkverzeichnisse Reed/Shapiro 34/III. Delteil 25/3. Adhémar/Cachin 39. Provenienz Slg. Alexis Hubert Rouart, Paris, vorderseitig mit Stempel Lugt 2187/a. Slg. EberhardW. Kornfeld, Bern, rückseitigmit demSammler stempel, Lugt 913b. Ausstellungen Basel/Høvikodden 1975/1977, Kunstmuseum/Henie Onstad Kunstsenter, Meisterwerke der Graphik von 1800 bis zur Gegen- wart, Kat. Nr. 52. Boston/Philadelphia/London 1984/1985, Museum of Fine Arts/Museum of Art/Arts Council of Great Britain, Hayward Gallery, Edgar Degas, The Painter as Printmaker, Kat. Nr.34. Vevey 1998, Musée Jenisch, Degas et Pissarro, Kat. Nr. 30. Baden/Vevey 2001, Stiftung Lang- matt/Musée Jenisch, Graphik des Impressionismus, Kat. Nr. 70. Der Effekt des Gaslichts auf Gesicht, Körper und Kleid der Sängerin erzeugt eine spannungsvolle Atmosphäre und ist ein wesentlicher künst- lerischer Bestandteil dieser Szene aus dem Pariser Nachtleben. Degas revolutionierte die Kunst durch seine Darstellung von Bühnenkünstle- rinnen, Balletttänzerinnen und Sängerinnen, wobei er den Fokus oftmals von der glanzvollen Bühne auf den Alltag hinter den Kulissen – die anstrengenden Proben und die müden Protagonistinnen – legte. Mit «Une chanteuse» gelingt es Degas, einen vergänglichenMoment impres- sionistisch und fast schon magisch festzuhalten.
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