Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026
273 Max Ernst Brühl 1891–1976 Paris La reine, le fou et le cheval 1952. Bronze, 3 Schachfiguren, montiert auf Platte. 13,2×25,8×11,5 cm (inkl. Sockel). Rechts oben auf der Platte geritzt signiert, am rechten Rand nummeriert «30/48», daneben der Giesserstempel «GUSS BARTH ELMENHORST». Am rechten Rand auf der Platte eine minimale Verfär- bung, insgesamt in sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 9000* Werkverzeichnis Mit signiertem Echtheitszertifikat des Künstlers. Provenienz Galerie Berggruen &Cie, Paris, dort am20. April 1976 erwor- ben von Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern. Das Schachspiel ist ein wiederkehrendes Thema im Schaffen von Max Ernst, so entstehen bereits in den 1920er-Jahren vergleichbare Spielfi- guren. Etwa dreissig Jahre später stellt der Surrealist die Schachfiguren Dame, Läufer und Springer in einer beruhigten und kontrollierten For- mensprache dar. DieGesamtauflage beträgt 97 Exemplare, wovon unser Exemplar aus der hellen Bronzeauflage stammt und bei Barth in Elmen- horst gegossen worden ist. 274 Lyonel Feininger 1871 New York 1956 Dorfteich in Gelmeroda 31. Juli 1946. Kohlezeichnung auf Bütten, rückseitig mit Figurenzeich- nung. 23,5×30,8 cm. Unten links vom Künstler in Tusche signiert «Fei- ninger», rechts datiert «31.vii.46», darunter «8×10». Mit Lichtrand, weni- gen Knicken und Resten einer Museumsmontierung. In guter Erhaltung. Schätzung CHF 10000 Werkverzeichnis AchimMoeller, Direktor des Lyonel Feininger Project LLC, New York – Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 2076–06–16–26 regis- triert ist, bestätigt. Ein Zertifikat liegt der Arbeit bei Zusätzliche Informa- tionen wurden von Achim Moeller, The Lyonel Feininger Project, New York – Berlin, zur Verfügung gestellt. Provenienz Berggruen & Cie, Paris. Privatsammlung Essen. Galerie Utermann, Dortmund, dort 1993 erworben von PrivatsammlungCaracas. Privatsammlung Schweiz. Literatur Staatliche Galerie Moritzburg Halle und Von der Heydt- MuseumWuppertal (Hrsg.), Lyonel Feininger, Gelmeroda, EinMaler und sein Motiv, Ausstellungskatalog, Stuttgart 1995, Nr. 38, dort betitelt «Dorfteich». Ausstellung Paris 1974, Galerie Berggruen, Feininger, Huiles, aquarelles & dessins, Kat. Nr. 79. Das Motiv des Dorfteichs von Gelmeroda gehört zu den wiederkehren- den Bildgegenständen imWerk Feiningers, der denOrt und seine Archi- tektur seit den 1900er Jahren wiederholt in Zeichnung und Gemälde festhielt. Die vorliegende Arbeit entstand jedoch erst 1946, nach der Emigration des Künstlers in die Vereinigten Staaten, und entstammt damit einer Phase, in der Feininger dasMotiv aus der Erinnerung heraus erneut aufgriff.
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