Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026

279 Paul Gauguin Paris 1848–1903 Hiva-Oa (Marquesas) Te faruru – Ici on fait l’amour Paris, Winter 1893–1894. Farbholzschnitt, gedruckt in Schwarz, darüber mit Tonplatten in Ziegelrot und Karminrot, auf festembräunlichen Japan. 37,7×20,6 cm, Druckstock; 39,9×25 cm, Blattgrösse. Oben in der Mitte mit hinterlegtemEinriss und Knicken. Die unteren Ecken leicht bestossen und rückseitig Spuren einer alten Montierung. Schätzung CHF 35000* Werkverzeichnis  Mongan/Kornfeld/Joachim 15/V (v. VI/C/c). Provenienz  Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b. Ausstellungen  Basel/Hovikodden 1975/1977, Kunstmuseum/Henie Onstad Kunstsenter, Meisterwerke der Graphik von 1800 bis zur Gegen- wart, Kat. Nr. 94b. Salzburg/Winterthur 1984/1985, Rupertinum/Kunst- museum, Von Goya bis Warhol, Meisterwerke der Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts aus einer Schweizer Privatsammlung [Slg. EberhardW. Kornfeld], Kat. Nr. 92. Ingelheim 1997, Internationale Tage, Altes Rathaus, Ursprung und Vision, Paul Gauguin, Emil Nolde und die Kunst der Südsee, Kat. Nr. 4. Essen/Berlin 1998/1999, Museum Folkwang/Neue National- galerie, Paul Gauguin, Das verlorene Paradies, Kat. Nr. 35/IIId (nur in Essen ausgestellt). Brescia 2005/2006, Museo di Santa Giulia, Gauguin/ Van Gogh, Kat. Nr. 129. Rom 2007/2008, Complesso del Vittoriano, Paul Gauguin, Artist of Dream and Myth, Kat. Nr. 81. Ravenna 2009, Museo d’Arte della città, L’artista viaggiatore, Da Gauguin a Klee, da Matisse a Ontani, Abb. S. 232. Wien 2016/2017, Leopold Museum, Fremde Götter, Stammeskunst und die Europäische Moderne, S. 250. Im August 1893 kehrte Gauguin von seinem ersten Aufenthalt in Tahiti nach Paris zurück, imGepäck zahlreiche Zeichnungen und Vorarbeiten zu einemBuchprojekt. In Zusammenarbeit mit demSchriftsteller Charles Morice entstanden imWinter 1893/1894 in Paris Teile des Textes zu «NOA NOA». Geplant war eine Vorzugsausgabe mit zehn nahezu gleich­ formatigen Holzschnitten, die alle imWinter 1893/1894 entstanden. Nach einzelnen Probedrucken durch Gauguin selbst überliess der Künstler den Druck der auf 25 bis 30 Exemplare beschränkten Auflage demKünst- lerfreund Louis Roy. Das geplante Buch wurde nie realisiert, bekannt ist lediglich das berühmteManuskript «NOANOA», das sich heute im Louvre in Paris befindet. ImWerkverzeichnis der Grafik konnten noch 18 Exem­ plare der Roy-Drucke nachgewiesen werden.

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