Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026

318 Ferdinand Hodler Bern 1853–1918 Genf Thuner- und Brienzersee mit Freiburger Stier Um 1888. Öl auf Karton über Holztafel. 12,5×18 cm. Unten rechts vom Künstler monogrammiert «F.H.». Karton auf Holztafel aufgezogen, an den Rändern durch den Rahmen leicht berieben. Mit sehr feinen Krakelüren und kleinen Kratzern. In sehr guter und farbfrischer Erhaltung. Schätzung CHF 50000 Werkverzeichnis  Das Werk ist im Schweizerischen Institut für Kunst­ wissenschaft in Zürich als eigenhändige Arbeit von Ferdinand Hodler unter der Archivnummer 96’130 registriert. Der Archivauszug, datiert vom 17. Februar 2010, liegt vor. Das Werk ist imOnline-Werkverzeichnis des Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft unter der Nummer 1701 aufgenommen. Provenienz  Direkt vom Künstler an Privatsammlung Schweiz. Auktion Galerie Widmer, St. Gallen, 4. Juni 2010, Los Nr. 44, dort erworben von Privatsammlung Schweiz. Literatur  Oskar Bätschmann/Paul Müller, Ferdinand Hodler, Catalogue raisonné der Gemälde, Band 1, Die Landschaften, Teilband 1 und 2, Zürich 2008. Nebst der vorliegenden Arbeit sind im Werkverzeichnis vier weitere Fassungen von «Thuner- und Brienzersee mit Freiburgerstier» bekannt, die sich hinsichtlich der Farbgebung und des Ausschnitts leicht unter­ scheiden (vgl. Bätschmann/Müller 155–158). Das hier angebotene Gemälde besticht vor allem durch das helle Licht und die Klarheit der Darstellung. Hodler setzte die Darstellung aus zwei Motiven zusammen, die er auch einzeln verwendete: die Landschaftskulissemit Thuner- und Brienzersee (vgl. Bätschmann/Müller 150–154) und dem Freiburgerstier (vgl. Bätschmann/Müller 615, 617, 620 und 624). Den Stier verwendete der Künstler in dieser Komposition als Staffage in der Berglandschaft. Der Standort des Malers befand sich oberhalb von Därligen, das unten links mit wenigen Häusern angedeutet ist. Den Hauptteil nimmt der Thunerseemit demHarder imMittelgrund links und demDärliggrat rechts ein. Dazwischen liegt die Schwemmebene bei Interlaken, das Bödeli, an welches sich im Hintergrund der Brienzersee anschliesst.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTQ4OTU=