Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026

346 Ernst Ludwig Kirchner Aschaffenburg 1880–1938 Davos Adam und Eva 1923. Radierung auf Kupferdruckpapier. 31,3×24,8 cm, Plattenkante; 42,4×33,9 cm, Blattgrösse. Unten rechts vomKünstler in Tusche signiert «E L Kirchner», links bezeich­ net «Eigendruck», in der Mitte dediziert «Für Herrn Fischer». Mit leichtem Lichtrand undwenigen Atelierspuren. Rückseitigmit Montierungsresten. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 6000* Werkverzeichnis  Gercken 1365/III/1 (v. III/2), dort erwähntes Exemplar. Provenienz  Slg. Otto Fischer, Basel. Internationale Privatsammlung. Ausstellung  Bern 2001, Galerie Kornfeld, EL Kirchner, Kat. Nr. 46. Seltenes Blatt, Gercken sind insgesamt nur vier Exemplare bekannt geworden. Otto Fischer (1886–1948), dem Kirchner das Blatt gewidmet hat, war 1923 Direktor der Staatsgalerie in Stuttgart und später der Öffentlichen Kunstsammlung in Basel. 347 Ernst Ludwig Kirchner Aschaffenburg 1880–1938 Davos Das Modell 1924. Kaltnadel, mit schwarzer Tuschfeder überarbeitet, auf glattemVelin. 30×25 cm, Plattenkante; 34,5×28,5 cm, Blattgrösse. Unten rechts vomKünstler in Bleistift signiert «E L Kirchner», mittig bezeichnet und datiert «Das Modell I Zustand überzeichnet 24» und der Nummer «89», rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel und der Bezeich­ nung «R 475». Blattränder unregelmässig beschnitten, oben rechts in der Ecke mit kleinem Knick, rückseitig mit Spuren einer alten Montierung. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 20000* Werkverzeichnis  Gercken 1431/I (v. IV), dort erwähntes Exemplar. Provenienz  Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b. Ausstellungen  Basel 1979/1980, Kunstmuseum, Ernst Ludwig Kirchner, Nachzeich­ nung seines Lebens, Katalog der Sammlung von Werken von Ernst Ludwig Kirchner im Kirchner-Haus Davos, Kat. Nr. 180a. Davos 1994, Kirchner Museum, Ernst Ludwig Kirchner, Kunst und Technik der Radierung, Kat. Nr. 45. Davos 1997, Kirchner Museum, Ernst Ludwig Kirchner, Selbstbildnisse, Kat. Nr. 38. Spiez 2016, Schloss, Ernst Ludwig Kirchner, Dresden-Berlin-Davos, ohne Kat. Die Szene im Wildbodenhaus zeigt den Künstler Hermann Scherer (1893–1927) bei der Arbeit sowie seine Freundin Helene Brubacher (1904–1991), genannt Lena, als Modell. Hinter Lena ist die Holzskulptur «Ofenpfeiler. Geschnitzter und bemalter Pfosten» von 1924 zu erkennen (Henze 1924/11). Am linken Bildrand ist die Wirkerei «Menschen in Landschaft» von 1923 zu sehen, die von LiseGujer nach einemEntwurf von Kirchner (Kornfeld 3) gewoben wurde. 348 Ernst Ludwig Kirchner Aschaffenburg 1880–1938 Davos Nackte Frau 1926. Strichätzung auf Zink in Braun gedruckt, auf satiniertem Velin. 31×24,8 cm, Plattenkante; 41,5×32,5 cm, Blattgrösse. Unten rechts vomKünstler in Bleistift signiert «E L Kirchner», links bezeichnet und datiert «Eigendruck 25». Mit Atelierspuren und rückseitig mit Spuren einer alten Montierung. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 10000* Werkverzeichnis  Gercken 1537 II/2, dort erwähntes Exemplar. Provenienz  Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b. Ausstellung  Bern 1980/1981, Galerie Kornfeld, Ernst Ludwig Kirchner, Ölbilder, Zeich­ nungen, Graphik, Kat. Nr. 59. Dargestellt ist Erna, nackt imWohnzimmer desWildbodenhauses. Am linken Bildrand ist die Holzskulptur «Ofenpfeiler. Geschnitzter und bemalter Pfosten» von 1924 zu erkennen (Henze 1924/11). Im Hintergrund könnte es sich bei der Bank um die von Kirchner geschnitzte «Bank mit Kuhköpfen an seitlichen Lehnen» von 1919 handeln (Henze 1919/04).

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