Auktion 293: Illustrierte Bücher und Portfolios aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld 10.9.2026
838 Wassily Kandinsky Moskau 1866–1944 Neuilly-sur-Seine Stichi bez slov [Gedichte ohne Worte] 1903. Album in Fadenheftung mit 16 Holzschnitten auf schwarzem Papier, auf dunkelgraues Papier geklebt, darunter Titelseite, Inhalts- verzeichnis und Kolophon in kyrillischer Schrift. 23,9×25,2 cm, Album. Auf der Innenseite des Titelblattes in Bleistift vom Künstler signiert «KANDINSKY». Enthalten sind: 1. Titelseite für «Gedichte ohneWorte». 23,1×16,7 cm. Roethel 10 2. Schiffe. Vignette und von Kandinsky geschnittenes Inhaltsver- zeichnis. 15,6×16,4 cm. Roethel 11/I (v. II) 3. Der Rhein. 16×7,2 cm. Roethel 12/II (v. III) 4. Gegen Abend. 6,9×14,7 cm. Roethel 13/I (v. II) 5. Rosen. 9×15 cm. Roethel 14/I (v. II) 6. Gebirgssee. 9,1×15,1 cm. Roethel 15/I (v. II) 7. Zuschauer. 9,1×14,7 cm. Roethel 16/I (v. II) 8. Altes Städtchen. 7,8×14,2 cm. Roethel 17/I (v. II) 9. Der Drache. 7×16,2 cm. Roethel 18/I (v. II) 10. Bewegtes Leben. 7,7×16,1 cm. Roethel 19/I (v. II) 11. Abschied – Kleine Fassung. 8,1×7,8 cm. Roethel 20/I (v. II) 12. Die Nacht – Kleine Fassung. 16,6×7,5 cm. Roethel 21/I (v. II) 13. Zweikampf. 9×12,5 cm. Roethel 22/I (v. II) 14. Die Jagd. 14,3×7 cm. Roethel 23/III (v. IV) 15. Ewigkeit. 7,3×9,3 cm. Roethel 24/II 16. Kolophon der «Gedichte ohneWorte». 6,8×6,5 cm. Roethel 25 Mit leichten Gebrauchsspuren, insbesondere am Umschlag, das Kolophonmit einem leichten Einriss oben. Insgesamt in sehr gutem Erhaltungszustand Schätzung CHF 20000 * Werkverzeichnis Roethel 10–25 Provenienz Privatsammlung, angekauft im Dezember 1974 von Galerie Kornfeld & Cie., Bern Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern Ausstellungen Basel/Høvikodden 1975/1977, Kunstmuseum/HenieOnstad Kunst- senter, Meisterwerke der Graphik von 1800 bis zur Gegenwart, Kat. Nr. 295 Salzburg/Winterthur 1984/1985, Rupertinum/Kunstmuseum, Von Goya bis Warhol, Meisterwerke der Graphik des 19. und 20. Jahr- hunderts aus einer Schweizer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld], Kat. Nr. 254 Bern 1986/1987, Kunstmuseum, Der Blaue Reiter, Kat. Nr. 24bis Berlin/Tübingen 1994/1995, Brücke-Museum/Kunsthalle, Der frühe Kandinsky, Kat. Nrn. 37–52 Murnau 2004, Schlossmuseum, Wassily Kandinsky, «Klänge» (ohne Katalog) Jena 2009, Städtische Museen, Kandinsky am Bauhaus, Kat. Nr. VI/1 Bei «Stichi bez slov» handelt es sich umKandinskys erste Holzschnitt- folge, die er während eines Aufenthaltes in Moskau im Oktober 1903 konzipierte. Bis auf eine Ausnahme, «Ewigkeit», tragen alle dreizehn Drucke imUnterrand den geschnittenen Titel in kyrillischer Schrift. Der Titelholzschnitt befindet sich auf dem Umschlag vorne, das Kolophon hinten, alle übrigen Holzschnitte sind jeweils auf der rechten Seite auf- geklebt. Wie aus dem Kolophon hervorgeht, wurde der Band in der Stroganovschen Lehranstalt in Moskau hergestellt. Die Auflagenhöhe konnte laut Roethel nicht ermittelt werden. Da es sich bei den bekann- tenExemplaren jedochausschliesslichumHanddruckehandelt,dürfte sievermutlichgeringgewesensein.Eineeigenhändignummerierteund signierteVorzugsausgabe hat Kandinskywohl erst 1918 erstellt. Selte- nes Albummit frühesten Holzschnitten von bestechender Schönheit. 7 3 8
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