Auktion 294: Käthe Kollwitz - Meisterwerke aus der Sammlung Gudrun und Martin Fritsch 10.9.2026

1890. Tusche und Bleistift auf festem Velin. 21,6×17,1 cm. In der Mitte rechts von der Künstlerin in Bleistift signiert und datiert «Kollwitz/ 1890». Mit Reiss- nagellöchern. Mit Lichtrand. Rückseitig Spuren alter Montierungen. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 150000 * Werkverzeichnis Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980, Nr. 28 Provenienz Kunstsalon Emil Richter, Dresden, untenmittigmit der Inv. Nr. in Bleistift «F 8762» Privatsammlung USA Auktion Karl & Faber, München, 12. Juni 1970, Los 834 C.G. Boerner, Düsseldorf, dort am 6. Januar 1971 erworben von Slg. Prof. Gustav Stein, Köln Galerie Pels-Leusden, Berlin, dort 1990 erworben von Slg. Gudrun und Martin Fritsch, Berlin Literatur C.G. Boerner, Neue Lagerliste, Düsseldorf 1971, Kat. Nr. 56 Festschrift für Gustav Stein, Zum 70. Geburtstag am 19. April 1973, hrsg. von Fritz Berg und Berthold von Böhlen und Halbach, Köln 1973, Abb. 7 Katalog Galerie Pels-Leusden, Berlin 1978, Kat. Nr. 2 Uwe Schneede, Käthe Kollwitz, Das zeichnerische Werk, München 1981, Kat. Nr. 5 Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz- Museums Berlin, hrsg. von Martin Fritsch, bearbeitet von Annette Seeler, mit Beiträgen von Annette Seeler und Werner Timm, Leipzig 1999, Kat. Nr. 3 Hommage an Käthe Kollwitz, hrsg. vonMartin Fritsch, mit Beiträgen von Annette Seeler und Gudrun Fritsch, Leipzig 2005, S. 32/33 Gudrun Fritsch, Josephine Gabler, Helmut Engel, Käthe Kollwitz, hrsg. von der Ernst Freiberger-Stiftung, Berlin-Brandenburg 2013, S. 21 Ausstellungen Hamburg/Zürich 1980/1981, Kunstverein/Kunsthaus, Käthe Kollwitz, Die Zeich- nerin, Kat. Nr. 6 Wiesloch 1995, Kunstkreis Südliche Bergstrasse-Kraichgau e.V., Kulturhaus, Käthe Kollwitz, Meisterwerke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, S. 53 Berlin/Passau 2011, Käthe-Kollwitz-Museum/MuseumModerner Kunst Wörlen, Käthe Kollwitz, Bildhauerin aus Leidenschaft, S. 60 Berlin 2021, Galerie Judin, Enrique Martínez Celaya, Käthe Kollwitz, Von den ersten und letzten Dingen, Kat. Nr. 30 Das vorliegende Blatt ist eine frühe Arbeit von Käthe Schmidt, die die Werke erst ab Juni 1891, nach der Heirat mit ihrem langjährigen Verlobten, dem Arzt Karl Kollwitz, mit Käthe Kollwitz signierte. Die Signatur dürfte demnach später angebracht worden sein. Die Künstlerin verbringt ihre Jugend in Königsberg und nimmt ab 1881 Unterricht beimKünstler Rudolf Maurer. 1885/1886 besucht sie die Damenakademie des Vereins Berliner Künstlerinnen. Zurück in Königsberg wird sie von Emil Neide unterrichtet. Anschliessend studiert sie bis 1890 in München bei Ludwig Herterich. «Ichmale hier [in Königsberg] mutterseelenallein, was mir eigentlich gar nicht schlecht gefällt, aber manchmal bekomme ich doch grosse Lust, auch von Andern etwas zu sehen. Es ist so, wie wenn einer immer nur mit sich spricht. Mein Atelier ist sehr klein, doch nicht so, dass ichmir keinModell stellen könnte. Ich finde, wenn man allein arbeitet, ist man ungleich fleissiger und kommt viel- leicht auch besser vorwärts», schreibt die Künstlerin am 26. Februar 1891 an den Münchner Studienfreund Paul Hey. Ein nachdenkliches Porträt mit auf die Hand gestütztem Kopf, das ihre zeich- nerischen Fähigkeiten eindrücklich aufzeigt. 901 Käthe Kollwitz Königsberg 1867–1945 Moritzburg Selbstbildnis

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