Ausrufzeit 13.09.2024,
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1917-1918
Holzschnitt auf festem, cremefarbenem Velin
53,5/57x26,2/27,5 cm, Druckstock; 59x43,5 cm, Blattgrösse
Günther Gercken, Ernst Ludwig Kirchner, Kritisches Werkverzeichnis der Druckgraphik, Bern 2015, Bd. IV, 872/II, dort erwähntes Exemplar
Slg. Dr. Ludwig Binswanger, Kreuzlingen
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Eberhard W. Kornfeld, Ernst Ludwig Kirchner, Nachzeichnung seines Lebens, Bern 1979,
Albert Schoop, Ernst Ludwig Kirchner im Thurgau, Bern 1992,
Bettina Gockel, Der Künstler als Objekt psychiatrischer Theorie und Praxis, Zu Ernst Ludwig Kirchner und Ludwig Binswanger d. J., Georges-Bloch-Jahrbuch des Kunsthistorischen Instituts der Universität Zürich, 2002/2003,
Hans Delfs (Hrsg.), Ernst Ludwig Kirchner, Der gesamte Briefwechsel, Zürich 2010
Basel/Hovikodden 1975/1977, Kunstmuseum/Henie-Onstad-Kunstsenter, Meisterwerke der Graphik von 1800 bis zur Gegenwart,
Basel 1979/1980, Kunstmuseum, Ernst Ludwig Kirchner,
Davos 1988/1989, Ernst Ludwig Kirchner-Museum, Ernst Ludwig Kirchner 1917–1923,
Jena 1993/1994, Stadtmuseum Göhre, Ernst Ludwig Kirchner, Von Jena nach Davos,
Köln 1996, Museum Ludwig, Die Expressionisten,
Davos 1998/1999, Kirchner Museum, Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Krems 2009, Kunsthalle, Das Porträt im Wandel der Zeit,
Salzburg 2009/2010, Museum der Moderne, Ernst Ludwig Kirchner,
Darmstadt 2011, Kunsthalle, Faszination Kirchner,
Jena 2017, Kunstsammlung Jena, Kirchner, Nolde, Heckel, Schmidt-Rottluff, Amiet und Hodler – Zum 100. Todestag von Botho Graef,
Berlin 2018–2019, Brücke-Museum, Ernst Ludwig Kirchner. Die Schweizer Jahre. Aus der Sammlung E. W. Kornfeld im Brücke-Museum,
Mit vereinzelten Giffknicken und mit Atelierspuren. Rückseitig mit Spuren des Falzbeindruckes und einer alten Montierung. In sehr guter Erhaltung.
Von September 1917 bis Juli 1918 verbrachte Kirchner mehrere Monate im Sanatorium "Bellevue" in Kreuzlingen. Er litt unter Lähmungserscheinungen und konstanter Gefühlslosigkeit an Händen und Füssen. Obwohl der Künstler dadurch in seiner Arbeit sehr behindert war, entstand in dieser Zeit eine grosse Anzahl graphischer Werke (Gercken 867–901). Im vorliegenden Holzschnitt stellt er sich selbst mit verzerrtem Gesichtsausdruck eindrucksvoll dar. Die Arbeit war Teil einer Mappe mit 35 Holzschnitten, die Kirchner am 1. Juli 1918 zusammen mit einem Begleitbrief an den Winterthurer Kunstsammler und Mäzen Georg Reinhart (1877–1955) sandte. Reinhart kaufte acht Werke, darunter ein Exemplar dieses Holzschnitts (Delfs 599 und 600). Kirchner benutzte Vorder- und Rückseite desselben Druckstockes für den "Kopf des Kranken" und den "Kopf Ludwig Schames" (Gercken 896, Los 74 dieser Auktion).
Schweiz | CHF | 145 |
Europa | CHF | 255 |
Übersee | CHF | 330 |