Auktion 292: Kunst aus sechs Jahrhunderten 10.9.2026

208 Albert Anker 1831 Ins 1910 Seeländer Bauer beim Zeitunglesen 1904. Aquarell auf festemAquarellpapier. 35,4×25,2 cm. Unten links vom Künstler signiert und datiert «Anker/1904». Im Papier minim gebräunt undmit leichtemLichtrand. Links neben demKopf ein kleiner Fleck. Den Blatträndern entlang mit Spuren einer alten Montierung. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 20000 Provenienz  Direkt vomKünstler an Slg. Rudolf Weiss (1864–1920), Bern, rückseitig vermerkt «R. Weiss», durch Erbschaften an Privatsammlung Schweiz. Ausstellung  Ins 1985, Sporthalle, Albert Anker, Der Maler und seinWerk, Gemäldeausstellung aus Anlass des 75. Todestages, Kat. Nr. 298. Albert Anker stellt auf dem vorliegenden Aquarell einen Pfeife rauchen- den, lesenden Bauern aus dem Seeland dar. Obwohl das Bildnis port- räthaft wirkt, ging es dem Künstler weniger darum, eine bestimmte Per- son zumalen, als vielmehr das Bild eines Landwirts bei einer geruhsamen Beschäftigung zu zeigen. 209 Albert Anker 1831 Ins 1910 Die Spinnerin 1906. Aquarell auf festem Aquarellpapier. 35×24,8 cm. Unten links vom Künstler signiert und datiert «Anker 1906». Im Papier minim gebräunt und mit leichtem Lichtrand. Den Blatträndern entlang mit Spuren einer alten Montierung. In sehr guter Erhaltung. Schätzung CHF 20000 Provenienz  Direkt vomKünstler an Slg. Rudolf Weiss, Bern (1864–1920), durch Erbschaften an Privatsammlung Schweiz. Ausstellung  Ins 1985, Sporthalle, Albert Anker, Der Maler und seinWerk, Gemäldeausstellung aus Anlass des 75. Todestages, Kat. Nr. 310. Ab den 1880er-Jahren begann Albert Anker, bedingt durch die steigende Nachfrage einer privaten Käuferschaft, Aquarelle zumVerkauf anzubie- ten. Nach einem Schlaganfall im September 1901 war er rechtsseitig gelähmt. Dies hatte zur Folge, dass er seineWerkemit seiner linken Hand ausführenmusste und so kaummehr Gemälde inÖl malte. Die Aquarelle ohne Rahmen verkaufte er jeweils zu dem für damalige Verhältnisse hohen Preis von 100 Schweizer Franken.

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